Hallo Ihr Lieben,
wie ich in dem vorherigen Artikel bereits erwähnt habe, war ich doch so einige Zeit mit meiner Bachelor-Arbeit beschäftigt… Nachdem ich im November 2009 endlich die Bestätigung für die Anmeldung zu meiner Arbeit bekommen hatte, machte ich erstmal wochenlang wieder gar nichts dafür – den Titel ordnungsgemäß zu formulieren war schließlich auch schon anstrengend genug für’s Erste
Mitte Dezember fing ich dann langsam mit der Literaturrecherche an… Und innerhalb von drei Tagen hatte ich dann immerhin den Stamm der Gliederung und bereits die ersten acht Seiten geschrieben – da war ich schon fast ein bisschen stolz, dass mir die ersten Seiten dann doch relativ flux von der Hand gingen
Grundsätzlich geht es in der Arbeit um “Die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen in der HIV-Hochrisikogruppe der Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)”. Ein wirklich hochinteressantes Thema, wenn man sich auch nur ein bisschen mit der Thematik rund um das Problem HIV/AIDS beschäftigen möchte!
Über Weihnachten machte ich dann wieder ein Pause und fing gleich im neuen Jahr wieder an. Jetzt musste ich mich dann ja doch langsam ranhalten, denn schließlich hatte ich ja am 15. Januar den Abgabetermin… Aber auf den letzten Drücker konnte ich schon immer am besten arbeiten. Vier Tage vor Abgabe war ich dann tatsächlich mit dem Text fertig – nun fehlten also noch die Bildtitel, ordentliche Fußnoten, verschiedene Verzeichnisse und natürlich alles etwa hundertmal Korrektur lesen und lesen lassen, um dann am Ende immer wieder doch noch Fehler zu finden
Am schlimmsten war allerdings wirklich mal wieder das Literaturverzeichnis! Ich bin fast abgedreht… Am Freitag, den 15. Januar ging es dann also morgens in den Copy-Shop – 47 Seiten plus 10 Seiten Anhang wollten nun gedruckt und gebunden werden! Nachmittags bin ich dann schnell mit dem Zug nach Bremen zur Uni und habe sie in den Postkasten des Zentralen Prüfungsamtes geworfen. Fertig fertig fertig…!
Am 25. Februar sollte ich nun mein zur BA-Arbeit gehöriges Kolloquium haben – wie ich mündliche Prüfungen hasse! Bloß leider bekam ich einfach keine Note von meinem Zweitprüfer und weder ich, noch Mitarbeiter der Uni waren in der Lage mit ihm Kontakt aufzunehmen… Er war wohl länger krankgeschrieben, hatte aber natürlich niemand von Seiten der Uni nötig, mir das evtl. mal mitzuteilen! So etwas musste ich dann eine Woche vor dem Kolloquium erfahren, nachdem die Note bereits seit über zwei Wochen beim Prüfungsamt hätte vorliegen müssen… Toll! Was war ich doch begeistert. Glücklicherweise hatte ich einen super netten Erstprüfer, deren Sekretärin für mich ebenfalls eine Art “gute Fee” ist! Die haben sich nämlich innerhalb weniger Stunden darum gekümmert, dass ich einen neuen Zweitprüfer bekomme und mir einen neuen Kolloquiums-Termin, einen Tag später als geplant, gegeben.
So habe ich mich eine Woche lang gut vorbereitet, von Tag zu Tag wurde mir immer schlechter, obwohl mir aufgrund der Frühschwangerschaft sowieso schon schlecht genug war… Wie gesagt, ich hasse mündliche Prüfungen! Claas ist dann freundlicherweise mit mir mit dem Auto nach Bremen gefahren, damit ich nicht allein Zugfahren musste. Dort habe ich mich dann ganz nett mit der studentischen Hilfskraft unterhalten – auch über die Schwangerschaft. Kurze Zeit später kommt mein Prüfer aus seinem Büro und fragt mich, wann ich denn eigentlich meine Arbeit angemeldet hätte – ganz spontan: öhm… keine Ahnung! Und er grinst nur… Dann sagt er doch tatsächlich, dass nämlich alles danach aussehe, dass ich gar kein Kolloquium leisten müsste – häää?! Ich dachte echt, der will mich vereimern… Wollte er aber nicht. Durch einen dummen Zufall hatten die erfahren, dass alle Studenten, die ihre Arbeit nach dem 1. Oktober 2009 angemeldet haben, nicht mehr verpflichtet sind, eine mündliche Prüfung abzuleisten. Uiih… Wie jetzt?! Hä?! Das war so ziemlich alles, was permanent in einer Schleife in meinem Kopf umher ging… Und sie müssten mich in meinem Zustand ja schließlich auch nicht noch mehr quälen, als ich mich quasi schon selbst gequält hatte durch meine verdammte Aufregung.
Also habe ich mich einfach eine halbe Stunde nett mit meinem Prüfer unterhalten und bin dann wieder nach Hause gefahren. Von dem ersten Prüfer gab es eine 1,3 und von dem zweiten Prüfer eine 1,7 – macht also insgesamt eine 1,5 für die Bachelor-Arbeit! Ha und nun kommt der Oberknaller: vor nicht ganz zwei Wochen habe ich nun eine mail von meinem eigentlichen Zweitprüfer bekommen, der mir zu meiner durchaus sehr gut gelungenen Arbeit gratuliert und mir sagt, dass er sie mit einer 1,3 benotet und sie bereits an das Prüfungsamt weitergeleitet hat
Wie ich doch das Treiben an der Uni und vor allem das des Prüfungsamtes vermissen werde